Sperren

Auslegung der Regeln, die letzten Regeländerungen etc.

Sperren

Beitragvon Stefan Ja » Di 10.11.2009, 16:09

Aus einer aktuellen Diskussion im Training heraus folgende Frage, bei der ich eine klare Meinung habe. Halte diese aber mal zurück, um auch wirklich objektive Meinungen zu kriegen ;)

Im Angriff befindliche Mannschaft fährt parallel (kein Millimeter Abweichung) aufs gegnerische Tor zu. Der linke Spieler führt den Ball. Der Gegenspieler befindet sich auf der rechten Seite des rechten, nicht ballführenden Spielers und möchte zum Ball. Dabei fährt er dem rechten, im Angriff befindlichen Spieler ins Rad und befördert diesen vom Rad.

Sperren oder nicht?

Ein Sonderfall: nun fährt der rechte, im Angriff befindliche Spieler nicht genau parallel aufs Tor zu, sondern fährt leicht nach links, in Richtung seines ballführenden Partners. Wieder kommt es zum Crash. Entscheidung dieses mal?

Sperren oder nicht?

Es ist mit Sicherheit Ermessenssache des Kommissärs und viele pfeifen das gar nicht (aus welchen Gründen auch immer). Mich würde aber interessieren, wie ihr es pfeifen würdet!

Vielen Dank für eure Antworten.
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Beitragvon Headi » Di 10.11.2009, 16:27

Beides würde ich als gesperrt pfeifen.
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Beitragvon untermieter1 » Di 10.11.2009, 17:06

Aber sperrt er wirklich?
Er fährt ja normal auf seiner Linie, was kann die angreifende Mannschaft dazu das der Gegner hinter ihnen ist?
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Beitragvon Henne » Di 10.11.2009, 17:31

also ich würde auch beides mal Sperre pfeifen.
1. Fall: der Spieler ohne Ball fährt nicht zu diesem und sperrt somit den Gegner vom Ball ab, auch wenn er parallel fährt

2. Fall: der 2. Spieler der Angreifer fährt in Richtung Ballführendem und sperrt den Gegner somit auch vom Ball ab. Solange ein Spieler der Mannschaft den Ball hat, muss der 2. nicht auch zum Ball meiner Meinung nach
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Beitragvon untermieter1 » Di 10.11.2009, 17:54

Aha, und wo soll der zweite angreifende Spieler sich eurer Meinung nach aufhalten wenn er nicht mit angreift??
Wie gesagt, er greift ja an und sperrt nicht absichtlich. Was kann er denn dazu das der Gegner hinter ihm ist und nicht zum Ball kann?
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Beitragvon uhu » Di 10.11.2009, 19:56

Ganz klar: Beides mal Sperren. Egal ob bewusst oder nicht. So lange er sich bewegt und dadurch den Gegner am verteidigen hindert, ist es sperren. Bleibt er einfach stehen, ist alles tutti.
Allerdings gibts ja auch offensichtliches in den Mann fahren vom Verteidiger... Das ist dann auch ermessenssache
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Beitragvon Kevin » Di 10.11.2009, 20:17

Also beim Sperren gibts ja oft die Ermessenssache des Kommisärs. Aber diese Situation ist ja sowas von Eindeutig. Ganz klar gesperrt, der Spieler darf nicht mit fahren, dann muss er halt kurz stehen bleiben....
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Beitragvon Rossi » Di 10.11.2009, 20:21

...das sperren wird erst mit der abgabe seines partners zum angriff.
also beides gesperrt OHNE ball!
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Beitragvon Stefan Ja » Mi 11.11.2009, 00:39

Vielen Dank schonmal für eure Meinungen. Jetzt kann ich ja auch sagen, dass ich beides klar als Sperren sehe. Die Begründung GEGEN Sperren meines Kollegen ausm Training ist folgende:

Der verteidigende Spieler kann ja immernoch um den sich im Weg befindlichen Spieler herumfahren. Sobald dieser dann allerdings sein Verhalten so verändert, dass er den Verteidiger wiederum hindert, ist es eine Sperre.

Wenn das tatsächlich so wäre, dann hätten die Verteidiger in Zukunft ganz schöne Probleme und sogar ich als Torwart würde sie bemitleiden ... :twisted:
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Beitragvon Walli » Mi 11.11.2009, 08:37

Rossi hat geschrieben:...das sperren wird erst mit der abgabe seines partners zum angriff.
also beides gesperrt OHNE ball!



Hab lange selbst nach einer guten Begründung gesucht, da es häufig zu diesen Situationen kommt.

Die von Rossi klingt richtig gut. Da hat jemand Ahnung. Danke. :)
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Beitragvon SiKo » Mi 11.11.2009, 14:35

Also ich würde das genauso sehen wie ihr, das beides sperren ist.

Habe auch mal in die Regeln geguckt, da ist es aber mal wieder nicht eindeutig.

Absatz 2.0 Allgemeine Spielregeln

c) Das Behindern des Gegners (absichtliches Anfahren, Stossen, Festhalten oder Anfassen), das Stützen an den Torpfosten oder eine Wand, das Abstützen des Mitspielers mit den Händen oder dem Körper, lautes Rufen (innerhalb der Mannschaft, vom und zum Betreuer, gegenüber dem Gegner oder anderen Personen), Reklamieren (gegenüber dem Partner, Gegner, Kommissär, Kampfgericht, Betreuer oder Zuschauer) gelten als Verstöße gegen die Regeln und werden bestraft.


Das behindern schließt die Situation meiner Meinung nach ein, aber es wird auch wieder Leute geben, die dagegen argumentieren.
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Beitragvon Stefan Ja » Mi 11.11.2009, 16:16

Vielleicht sollten die Verantwortlichen ein für allemal eine klare Regelung finden, die auch im Reglement verankert ist. Das Thema ist nämlich schon so alt wie der Sport an sich ;)

Rossi: Gute Erklärung, vielen Dank.

Danke für die vielen Antworten. Werde es heute Abend im Training weiterleiten

:twisted:
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Beitragvon mischi-kufa » Mi 11.11.2009, 17:04

das Problem ist wirklich so, dass es keine richtige Regelung gibt, und es jeder schiedsrichter so pfeiffen wird wie er es für sich auslegt, und ich hab auch schon die erfahrung gemacht das es welche so und welche wiederrum so pfeiffen.

Meines erachtens ist es ganz klar sperren, gab deswegen auch schon lange diskussionen im Training
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Beitragvon untermieter1 » Mi 11.11.2009, 18:06

...wobei man natürlich sagen muss das es eine Situation "live" besser zu beurteilen ist als nur theoretisch hier im Forum.
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Beitragvon doc » Mi 11.11.2009, 18:50

wobei ich auch behaupten würde, daß solche entscheidungen auch regional
ein wenig verschieden behandelt werden.
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Beitragvon untermieter1 » Mi 11.11.2009, 19:40

doc hat geschrieben:wobei ich auch behaupten würde, daß solche entscheidungen auch regional
ein wenig verschieden behandelt werden.

Da stimm ich dir zu. Aber das ist wieder ein Thema für sich über das man ewig diskutieren kann ;-)
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Beitragvon SiKo » Mi 11.11.2009, 19:48

Das ist auf jeden Fall so, aber dem könnte man ja, wie bereits gesagt, durch genauere Aussagen in den Regeln entgegen wirken.
Wenn ich sehe, das auf einer Din A 4 Seite alle allgemeinen Regeln stehen, ist es ja kein Wunder, das da sehr viel interpretiert und ausgelegt wird.
Bin jetzt nicht dafür, tausend Seiten lange Regelwerke zu bekommen, aber manchmal wäre es doch ganz hilfreich, wenn es nicht ganz so grob formuliert wäre.
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Beitragvon Rainer13 » Do 12.11.2009, 19:42

ja,ja....das sperren ohne ball. immer wieder ein lustiges thema, zumal man nach einem pfiff in mindestens zwei unschuldige gesichter schaut :o .

bezüglich einer klarstellung im reglement würde mich mal interessieren, ob da jemand eine treffende umschreibung auf der pfanne hat :wink:

soweit ich informiert bin, ist eine überarbeitung des radball-regelwerks in vorbereitung - das wäre doch mal eine chance :!: .
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Beitragvon Stefan Ja » Sa 14.11.2009, 21:02

Hm, schwierig. Habe mal eben versucht was zusammenzudichten, schwierig.

Auf jeden Fall muss dem verteidigenden Spieler der Weg zum Ball offen stehen, zumindest, wenn der sperrende Spieler den Ball nicht hat, nicht auf den Ball zufährt oder nicht still steht.

Haben wir nicht nen Beamten im Forum? Die können doch so schön Sätze verschachteln :twisted:
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Beitragvon BlindeNuss » Do 03.12.2009, 14:40

Wer nicht auf direktem weg zum ball fährt und dadurch den gegenspieler behindert, sperrt.

oder so^^
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Beitragvon uhu » Mi 16.06.2010, 16:23

Szenario:

Angreifende Mannschaft ist in eigener Hälft mit Ball (logischerweise ;) ).
Der Verteidiger befindet sich in der Nähe der Mittellinie und betreibt Raumdeckung. Der ballführende Spieler will links an ihm vorbei. Der Verteidiger fährt ein Stück zurück (vielleicht eins zwei Meter). Der zweite Spieler der angreifenden Mannschaft fährt aber in genau diesem Moment hinter dem Verteidiger entlang (unabsichtlich) und fährt den Verteidiger dadurch um.
Der Verteidiger konnte nichts sehen und der umfahrende Spieler war zu überrascht.

Freistoß in Folge von Sperren oder gar nichts?
Ich bin gespannt :)
uhu
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Beitragvon der ex-admin » Mi 16.06.2010, 17:05

eher foul von dem angreifenden spieler ohne ball!

muss man natürlich sehen, ob der verteidiger absichtlich den weg vom angreifer zumacht ...
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Beitragvon Stefan Ja » Mi 16.06.2010, 21:59

Der Verteidiger hat nicht die Absicht, den ballführenden Spieler am Schuss zu hinten, sondern lediglich den Querpass zu verhindern, oder?

Wenn der Schiri das auch als "Unfall" sieht, könnte man vielleicht sogar weiter laufen lassen.

Knifflig.
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Beitragvon uhu » Do 17.06.2010, 05:59

Der Verteidiger verteidigt - in Raumdeckung. Er möchte sobald der ballführende Spieler links vorbei will ein Stück nach hinten fahren und dann nach links verteidigen.

Meines Erachtens hat der angreifende Spieler ohne Ball nichts hinter dem Verteidiger zu suchen. Egal ob Absicht oder nicht. Egal ob der Verteidiger rückwärts fährt oder nicht. Sperren ist sperren (bzw. Foul. vielleicht nicht unbedingt sperren)
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Beitragvon grins » Mi 06.10.2010, 12:02

ich hätte das wahrscheinlich davon abhängig gemacht wo die beiden zusammen rasseln. Also wer wen wo trifft.
Trifft das Hinterrad des Verteidigers das Vorderrad des Angreifers Foul oder Vorteil. Trifft der Angreifer das Hinterrad vom Verteidiger Foul für den Verteidiger. Im Zweifel würd ich weiter laufen lassen.

Wenn wir im Angriffsspiel sind macht mein Partner so faxen relativ häufig, es wird meist gegen uns gepfiffen. Ist aber sehr von der Spielsituation und dem Ermessen des Schiris abhängig
grins
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